Zukunftsaussichten für Aufgaben der Stiftung Kunst und Technik im DAI

In der Entwicklung innovativer Digitaler Informations-Technologie für die öffentliche Verwaltung, für das Gesundheits-, Bildungs- und Verkehrswesen haben der Weltkonzern SIEMENS und das staatlich geförderte ZKM aus meiner Sicht als Angewandter Informationstechnologe kläglich versagt, wie aus meiner langen Berufserfahrung zu erkennen ist. Das scheint aber die Öffentlichkeit nicht zu irritieren, da diese Technologie in der Bevölkerung mehr als Bedrohung und nicht als nützliche Bereicherung empfunden wird. In der jetzigen Corona-Krise streben die gängigen staatlichen Bildungseinrichtungen nach Präsenzunterricht wie bisher. Zukünftiges lebenslanges Lernen parallel zum Berufsleben wird es aus Gründen der Kosten und Qualität nur über Fernunterricht bei Einsatz des Internets gehen. Der bereits laufende Aufbau des weltweiten Internets über massenweisen Einsatz von Satelliten auf niedriger Umlaufbahn durch die private Raketenfirma SpaceX (STARLINKvon Elon Musk) zusammen mit Google wird zum Aufbau weltweiter Schul- und Bildungssysteme führen neben zu erwartender gegensätzlicher Propaganda- und Werbesysteme. (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/starlink-spacex-elon-musk-satellite)

In den wenig besiedelten Gebieten der Welt mit ärmlicher Bevölkerung, wo man sich keine geeigneten Schulgebäude, Straßen und Schulbusse leisten kann, werden über dieses neue Internet die besten digitalen Fernlernsysteme mit weltbesten Pädagogen und wissensbegierigen Schülern entstehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Starlink) !

Die gegenwärtige Pandemie führt zu unterschiedlichen Bewertungen vom Nutzen digitaler Fernlernsystemen gegenüber dem Präsenzunterricht. Hierzu gibt es im Internet viele Portale:

Die Robert Bosch Stiftung befasst sich eingehend mit verschiedenen Digitalen Lernsystemen und vergleicht sie mit dem Präsenz-Unterricht, der von den meisten Schülern als wenig motivierend empfunden wird. Im Folgenden wird auf einige Themen näher eingegangen:

Das MIT-Media Lab bietet viele Projekte und internationale Kooperationen für Digitales Lernen an:

Das Exploratorium San Francisco bietet Anleitungen für viele Experimente (Snacks) an, die Schüler zuhause durchführen können.

Einfluss von 3 kürzlich erfolgten wichtigen Ereignissen

  1. Am 30.7.2021 wurde am Rechenzentrum HoreKa des KIT ein neuer Supercomputer in Betrieb genommen, der u. a. aus je einer Hauptkomponente der chinesischen Firma Lenovo und der US-Firma NVIDIA besteht. 2004 hatte Lenovo die von IBM aufgegebene PC-Linie Think gekauft. 2011 fusionierte Lenovo mit der japanischen Elektronikfirma NEC und hat jetzt weltweit den höchsten Marktanteil bei der Herstellung von PCs und einen hohen Anteil an verkauften Supercomputern. In weniger als 20 Jahren gelang es der chinesischen Firma Lenovo, von fast Null zu einem der weltweit mächtigen Computer-Hersteller zu werden. In einem so sensiblen wichtigen Wissenschaftsbereich hat die europäische Industrie auch nichts mehr entgegenzusetzen, obwohl es früher einmal eine lebendige europäische Computer-Industrie gab! Auch die Presse schweigt wie die Staatsministerin für Digitalisierung!

Die Presse und das Volk fragen ja nicht einmal, von wo dieser 15-Millionen-Euro-Rechner herkommt, ob Ersatzteile sicher beschafft werden können und ob wichtige Daten nicht nach China abfließen. Und warum kann das große fortschrittliche Europa es China nicht gleichtun?! Bei uns verkünden Politiker laufend, wie wichtig die Digitalisierung ist; aber sie schweigen zur Frage, was zu tun ist. Es gab bereits Mitte der 1970-er Jahre das große 3. Datenverarbeitungs-Förderprogramm der Bundesregierung, über das ich von der NASA in den USA weg ins KfK nach Karlsruhe geholt wurde! Auch der große SIEMENS Konzern war an diesem Förderprogramm beteiligt1 Was war sein Resultat?! Auch Herr Gumin war daran maßgebend beteiligt! Die Regionalzeitung BNN berichtete über die Einweihung des KIT-Supercomputers am 30.7.2021, ohne die Herkunft des Supercomputers zu nennen und zu kommentieren! siehe hier.

Schauen wir kurz in die jüngste Vergangenheit auf das Entstehen der bahnbrechenden Digital-Titanen Apple, Microsoft, Google, Amazon, und Facebook; siehe hier.

  1. Der weltweite Halbleiter-Engpass führt zu massiven Produktions-Engpässen in der Autoindustrie und zunehmend bei anderen Herstellern in anderen Branchen, die mit dem wachsenden Einsatz intelligenter Elektronik-Steuerungen gänzlich abhängig von der Halbleiter-Industrie wurden. Der Ableger des SIEMENS-KONZERNS, die einzige Halbleiter-Firma Europas INFINEON, hat ein Verkaufsvolumen von 8,6 Mrd. € (INTEL 24 Mrd $) (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/halbleiter-engpass-infineon-chips-apple-1.5196391) Europa ist seit langem hauptsächlich abhängig von asiatischen Halbleiter-Herstellern (aus Taiwan, Südkorea).
  1. Die vom privaten Raunfahrtunternehmen SpaceX (des Gründers E. Musk) in Niedrigumlaufbahnen positionierten Satelliten (bis max. 30 000) werden das weltweite Internet STARLINK, vorerst für max. 5 Jahre, ermöglichen. Mit 1660 Starlink-Satelliten im Erdorbit (Stand Ende Juni 2021[3]) ist SpaceX der mit Abstand größte Satellitenbetreiber weltweit.[4] (Insgesamt bestehen bis zum Jahr 2027 befristete Genehmigungen für den Start von maximal 11.927 Satelliten[5] sowie Anträge von SpaceX für nochmals bis zu 30.000 Satelliten.)(Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Starlink

Es ist zu erwarten, dass dieses sehr teure STARLINK-System intensiv für viele Anwendungen weltweit genutzt werden wird wie für internet-basierte digitale Bildungssysteme u. a. für Fernlernsysteme. Es ist auch damit zu rechnen, dass China bald mit staatlicher Unterstützung sein eigenes STARLINK-System in Verbindung mit seinem Seidenstraße-Projekt aufbauen wird. Man kann sich einen über diese Weltraumsysteme geführten Kulturkampf zwischen dem kommunistischen Gesellschaftssystem Chinas zusammen mit Russland gegenüber dem von den USA geführten westlich- demokratisch geführten Gesellschaftssystem vorstellen. Darauf muss sich Europa vorbereiten! Um nicht abgehängt zu werden, sollte die in der Pandemie gelernte digitale Videokonferenztechnik u. a. mit der Software von ZOOM (chinesischen Ursprungs) ausgebaut werden. An dieser Entwicklung soll sich die Stiftung Kunst und Technik unter dem DAI aktiv beteiligen.