Werdegang der Stiftung

Die gemeinnützige Prof. Dr. Heinz Trauboth Stiftung „Kunst und Technik“ im Fränkischen Hof, Weingarten/Baden, kurz Stiftung Kunst und Technik (KuT), wurde 1994 unter der Obhut des Forschungszentrums Karlsruhe (FZK) durch meine Initiative u. a. zur Unterstützung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) gegründet.

2011 wurde sie im Zuge der Fusion von FZK und Technische Universität Karlsruhe (TU) zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ohne mein Wissen dem Kultusministerium Baden-Württemberg in Stuttgart unterstellt.

In 2012 trat der neu gewählte Bürgermeister E. Bänziger, der die Idee der Bürgerstiftung mitbrachte, sein Amt in Weingarten/Baden an. Dieses Ereignis nahm ich zum Anlass, Ende 2011 die Stiftung Kunst und Technik (KuT) vom KIT weg unter die Bürgerstiftung Weingarten (BW) zu stellen. Dazu wurde ein Schenkungsvertrag zwischen dem KIT und der BW abgeschlossen, beurkundet von den Rechtsvertretern des KIT, der BW und einem Notar.

Die ersten drei Jahre unter der Vorstandsvorsitzenden der BW, Frau Prof. Ch. Schulze, verlief meine Zusammenarbeit mit der BW reibungslos wie vorher während der 17 Jahre unter dem FZK.

Mit dem Wechsel des Vorstands der BW unter dem neuen Vorsitzenden Prof. Dr. P. Henning in 2015 forderte dieser nun von mir mit Zustimmung des Bürgermeisters, dass ich über bürokratische EXCEL-Formulare die Einladung von Künstlern zu Veranstaltungen in meinem Fränkischen Hof von ihm genehmigen lassen muss, was ich beharrlich ablehnte mit Hinweis auf den gültigen Schenkungsvertrag.

Der Vorstand der BW hat bis zuletzt alle meine mehrfachen Einladungen zu Gesprächen und Vorführungen ignoriert! Daraufhin kündigte mir der Vorstand der BW die Stiftung Kunst und Technik (KuT) fristlos Ende 2018.

Ich bot nun der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mein Objekt für ihr Jugendbauhütten-Projekt als Stützpunkt an, den es im Südwesten Deutschlands damals nicht gab. Alle meine in 2019 vorgelegten Vorschläge zur sinnvollen Nutzung des Fränkischen Hofs, basierend auf meinen Erfahrungen der seinerzeitigen mehrjährigen Sanierung des maroden Anwesens u. a. mit Jugendlichen neben einem sizilianischen Arbeitstrupp und meinen reichen beruflichen Erfahrungen im Bereich der Prozess-DV lehnte die DSD ab. Sie wollte nur verkaufen!

Daraufhin nahm ich Ende 2019 Kontakt auf mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) in Heidelberg, das sofort großes Interesse zeigte an der Übernahme des Fränkischen Hofs samt dem vollständigen Inventar einschließlich der Stiftung Kunst und Technik (KuT) zur eigenen sinnvollen Nutzung im Sinne der Stiftung KuT.

Da meine Frau zwei Tage vor Sylvester 2019 stürzte, sich dabei schwer verletzte und nach sieben qualvollen Wochen im Krankenhaus verstarb, wurde unser Gemeinsames Testament wirksam, das den Anteil meiner Frau, die Hälfte des Werts des Anwesens, der DSD vermachte.

In 2020 verhandelten das DAI und ich gemeinsam zäh mit dem nun einsichtigen Vorstand der DSD zur gütlichen Übernahme des Fränkischen Hofs samt seinem vollständigen Inventar einschließlich der Stiftung KuT durch das DAI Heidelberg anstelle des DSD.

Diese Übernahme wurde am 24.2.2021 rechtskräftig in Heidelberg notariell beurkundet. Nun endlich ist die nicht selbständige Stiftung KuT in sicherer Obhut des DAI Heidelberg.