Vorschläge zur Verwirklichung meiner Ideen

Neben einer breiteren Nutzung der über mehrere Jahre entwickelten Anwendungssysteme (Apps) für Musik und Malerei auf Tablets und Smartphones, soll der Einsatz physikalischer Naturphänomene zusammen mit geeigneter mobiler Technik zu neuen Kunstobjekten führen.

Als Mitglied des Emil Wachter-Freundeskreises kam ich zu Wachters Zeit, als er Gastkünstler für Keramik in der Werkstatt der Karlsruher Majolika war, wo dieser seine dort gefertigte Keramikkunst ausstellte, mit den ausschließlich statischen Objekten der Majolika in Berührung. Ich sah dort keine dynamischen kinetischen Kunst-Objekte, die die Naturelemente Wasser und Licht einbezogen, was mich veranlasste, einen Lichtbrunnen zu entwerfen.

Die ersten Teile dieses Lichtbrunnens ließ ich, in Anlehnung an den mittelalterlichen Brunnen des Klosters Maulbronn, von dem Keramiker Meinard Buckenmeier in Alpirsbach, pensionierter Revierförster, anfertigen. (Er starb leider zu früh.) Dieser hatte über mehrere Jahre die vielen wetterfesten Figuren auf den Dächern von Gesindehaus und Scheune des Fränkischen Hofs gefertigt.

Dieser Lichtbrunnen steht in einer großen transparenten Schüssel voll Wasser. Unter der Keramik-Haube befindet sich eine Pumpe, von der ein transparenter Schlauch nach oben über das Glasrohr im Innern hinausführt. Das hochgepumpte Wasser fließt nun in die oberste Plastik- oder Keramikschale und weiter durch Überlauf zuletzt in die Schüssel. Im Glasrohr ist ein LED-Schlauch angebracht, der den Brunnen und das überfließende Wasser beleuchtet.

Als Mitglied der Europäischen Brunnengesellschaft Karlsruhe habe ich variable Brunnen für Kinder und Jugendliche zum Nachbau in verschiedenen Konfigurationen aufgebaut (mehr Information hierzu). Um den Wasserlauf zu ändern, kann man die Zahl und Orte der Löcher in den Dosen ändern. Die Dosen können Kinder farblich und figürlich anmalen. Statt der Blechdosen kann man u. a. bunte kubische Keramikschalen, die von Majolika hergestellt werden könnten, beliebig stapeln.

Die Jugend kann sich viele Varianten solcher Konfigurationen ausdenken, aufbauen und hölzerne Baustücke (als Modelle für Keramik) zum Stapeln machen, die dann nach Erprobung der Majolika gezeigt werden. Auf diese Weise könnten sich die DAI und die Majolika ergänzen.

Das Naturelement Wind hat mich seit Kindheit fasziniert, ob im Wald oder am Meer, wenn ich Segelboote sah. Heute beeindruckt mich die Vielfalt von künstlerischen Windspielen, angefangen mit dem Erfinder der Mobiles, dem herausragenden US-Amerikaner Alexander Calder, dessen große Werke im Einklang mit der Natur sich besonders im Freilichtmuseum Lousiana bei Kopenhagen auf einer Landzunge am Meer zeigen. Eine schöne Szene ist in unserem Garten eingefangen:

In manchen Windspielen könnte ein einfacher Generator zum Leuchten von LED-Lämpchen eingebaut werden. Die Anleitungen im Buch Wasser und Wind, Bausteine für das Werken von Adolf Gähwiler im Verlag des Schweizerischen Vereins für Handarbeit und Schulreform (SVHS) ,1989 entstanden aus der Praxis. Herr Gähwiler wollte mir anlässlich meines Besuchs bei ihm seine große Sammlung von sehr schönen Holarbeiten als Museum vermachen, was ich leider dankend ablehnen musste.

Das hohe, quer zur Hauptwindrichtung „West nach Ost“ stehende Dach unserer Scheune reizte mich, die Windströmung nahe dem Dach zur Stromerzeugung zu nutzen. Ich stellte mir vor, mehrere kleine quer zur Windströmung stehende längliche Turbinen wie frühere flache Heizlüfter der Fa. Braun auf dem Dach zu montieren. Der damalige Leiter des KIT-Instituts für Strömungslehre Prof. Gabi fand es wert, darüber eine Studienarbeit zu vergeben. Diese Studie untersuchte die Strömungsverhältnisse und Lösungsansätze gründlich und wurde mit dem Umweltpreis der Sparkasse Karlsruhe ausgezeichnet. Leider wurden die Realisierungsvorschläge nicht weiter verfolgt wegen Umstrukturierungen des KIT. (Prof. Gabi ist inzwischen plötzlich verstorben.)

Ich hoffe, dass das DAI ohne Zwang von mir meine Ideen im Rahmen seiner eigenen Vorstellungen aufgreift und realisiert. Die Jugendlichen sollen hiermit angeregt werden, eigene Ideen zu entwickeln.