Beruflicher Werdegang des Stiftungsgebers

Dr. Heinz Trauboth
Prof. Dr.-Ing. Heinz Trauboth

Hinweis
Dieser berufliche Werdegang ist ausführlicher verfasst als normal üblich, da ich hier meine Kompetenz und Berechtigung meiner scharfen Kritik an der Unternehmensführung des SIEMENS-Konzerns und der des Zentrums für Kunst und Medien(technologie) ZKM aufzeigen will.

1950 – 56

1950, nur 5 Jahre nach Kriegsende, beendete ich die noch kriegs-beschädigte Klenze-Oberrealschule in München, ohne ein Lehrbuch zu kennen, mit dem Abitur und dem Gefühl, dass mir nun die weite Welt zu Füssen liegt. Dem starken Freiheitsdrang, über die Grenze hinweg den europäischen Süden, Italien, kennenzulernen, gab ich kurz darauf nach. Nach mühsamem Erstehen eines Visums brach ich mit zwei Freunden auf zur 2-wöchigen Fahrrad-Reise über die Alpen in die lombardische Ebene mit seinen geschichtsträchtigen alten Städten zum herrlichen Kleinod Venedig (ohne Touristen!). Zurück ging es den beschwerlichen Weg durch die Dolomiten. Entlang der Strecke zelteten wir wild bei Bauern oder in Parks. Wir verständigten uns Hände fuchtelnd mit Brocken von Latein. Es war ein menschlich rührendes und ein kulturell berührendes Erlebnis – lebendig bis heute! Hier wurde mir der kulturell christliche Geist im europäischen Erbe bewusst!

Vor und während des Studiums musste ich ein 9-monatiges lehrreiches Praktikum in mehreren SIEMENS-Produktionsstätten in München erfolgreich absolvieren.

Studium der Elektrotechnik/Nachrichtentechnik (Dipl.-Ing.) TH München, 20 Monate Werkstudent in Industrie (in München bei SIEMENS; in Coventry, England bei GEC und in Holland bei einer mittelständigen Elektro-Schalterfabrik)

Nach England und Holland fuhr ich mit meinem neuartigen 6-PS-NSU-Fox-Motorrad u. a. durch kriegszerstörte Städte. Dank meiner Mobilität konnte ich flexibel wichtige Forschungsstätten und Systeme der Telefon-Vermittlung für meine Dipl.-Arbeit besichtigten und analysieren in Holland und Belgien

Inmitten meiner Zeit in Coventry schockierte mich im Aug. 1953 das Telegramm meines Vaters, dass meine gesund aussehende 46-jährige Mutter durch einen zu spät erkannten Gehirntumor im Sterben liegt. Ich eilte mit Zug, Flugzeug und als Anhalter nach München und konnte mich knapp vor ihrer Beerdigung noch von ihr und ihrem lieben entspannten Gesicht in der Leichenhalle verabschieden. Damit war mein harmonisches Elternhaus abrupt für immer zerbrochen.

1956 – 1957
Enwicklungsingenieur bei der SIEMENS & Halske AG, Zentrallaboratorium (ZL), München im Labor Elektronische Fernwähltechnik für diverse vermittlungstechnische Aufgaben tätig.

1957 – 1958

Nach dem Willen der oberen SIEMENS-Leitung musste ich gegen meinen Willen der Beurlaubung für ein Jahr kündigen. Mein Studium in den USA war unerwünscht!

Studium der Computertechnik am Massachusetts Institute of Technology MIT (mit DAAD- und Fulbright Stipendium ohne Kosten für SIEMENS)

Hier erlebte ich den Start des weltweit ersten künstlichen Trabanten, des russischen Sputnik, der das MIT in helle Aufruhr versetzte. Aber zuerst übte man Selbstkritik am maroden, am Mangel an Naturwissenschaften und Technik im US-Schulsystem. MIT-Professoren verteilten mühsam (gegenüber heute) schriftliche Anweisungen für Experimente mit Material aus Baumärkten und Drogerien für Schulen. Erste Pläne zur Forcierung der US-Raumfahrt wurden im Fernsehen diskutiert u.a. mit Wernher von Braun, Damit wurde ein begeisternder Aufbruch in den USA erzeugt, der dann unter Präsident Kennedy zur Eroberung des Mondes führte.

Übrigens gab es damals dort bereits das erste in die Zukunft weisende Solarhaus.

Nebenbei als Entwicklungsingenieur in der MIT-nahen US Elektronik-Industrie bei Baird Atomic Inc. und Photon Inc.in Cambridge, MA, USA tätig.

1959-1965

Niemand bei SIEMENS fragte mich über meine Tätigkeit am berühmten MIT und in der F&E der US-Industrie. Ich wurde sehr kühl empfangen entgegen meinen erlebten vielen Freundlichkeiten am MIT, in der US-Industrie und US-Gesellschaft!!

Entwicklung von Computer-Programmen zur Fehlereingrenzung der SIEMENS 2002 -Computer-Hardware (zur Qualitätssicherung) und zur Analyse von verfahrenstechnischen Prozessen für den Einsatz im SIEMENS-Prozessrechner

Entwicklung und Aufbau von Computer-Elektronik und Systemsoftware des ersten SIEMENS-Prozessrechners 300 P mit Realzeitsteuerung für angeschlossene technische Anlagen.

Vorstellung dieses ersten SIEMENS-Prozessrechners 300 P auf der Hannover Industriemesse 1964 und Einführung beim SIEMENS-Werk in Karlsruhe.

In der SIEMENS-Computer-Entwicklung, die ich hautnah kennenlernte, gab es keine offene Diskussion mit den Personen, die die maßgebenden F&E-Arbeiten initiierten und durchführten. So konnte ich auch meinen Vorgesetzten nicht das Konzept meiner Dr.-Arbeit erläutern und zeigen,  dass ich mit meinem neuen numerisch-mathematischen Verfahren keine üblichen analytischen Verfahren zur Lösung von partiellen Differentialgleichungen einsetzen muss. Mein Abt. Leiter, der Mathematiker Gumin, warf mir vor, dass ich (als Ingenieur) solch schwierige Berechnungen nicht beherrsche. Er zeigte hiermit seine Unkenntnis von computer-gerechter Mathematik!

Die vom damaligen Abt. Leiter Dr. H. Gumin (später im Vorstand von SIEMENS für IT für 20 Jahre verantwortlich!) ausgegebene Zielsetzung in der kommerziellen DV-Technik: 10 % des Marktes von IBM fand ich unrealistisch. Daher wechselte ich umgehend zur Entwicklung der industriellen Prozessrechner-Technik Anfang 1960!

In den 7 Jahren meiner Teilnahme an dieser Entwicklung hatte ich nacheinander vier direkte Vorgesetzte, deren Herkunft und Erfahrung ich nicht kannte und die später in ihrer Karriere schnell befördert wurden. Die Familie Siemens sorgt über ihr 7-faches Stimmrecht im Aufsichtsrat dafür, dass die Prinzipien der Unternehmensführung vom Gründer Werner von Siemens aus dem 19. Jh. in kaisertreuer militärischer Disziplin eingehalten werden. Dieses Prinzip gilt wie bei einem Beamtenstaat, der für lange Zeit ein Monopol wie das in der elektro-mechanischen Telefonie hatte. Diese Prinzipien sind aber heute mit der die heutige Gesellschaft durchdringenden Computer- und IT-Technologie realitätsfern! (Siehe Brief von VV J. Kaeser an SPD-Vorsitzenden M. Schulz vom 22. Nov. 2017 in Erwiderung seiner Kritik: „..SIEMENS hat Anfang des Jahrtausends seine Wurzeln, das Telekommunikationsgeschäft, unrühmlich aufgeben müssen, weil es sich den Realitäten verweigert hat. Am Ende brachte der Niedergang des Telekommunikationsgeschäftes bei SIEMENS die ganze Firma ins Wanken….“ ).

Die Konrad Zuse KG hatte um 1965 1.200 Mitarbeiter, produzierte u.a. den fachlich sehr geschätzten Halbleiter- Computer Z26 (130 Stück, weitaus mehr als die große SIEMENS AG (!), u.a. für Prozesssteuerungen. K. Zuse war ein genialer Ingenieur, Gründer-Unternehmer und Künstler, dessen breite Genialität die Banken und auch H. Gumin falsch einschätzten! (Ich traf ihn persönlich beeindruckt um 1972 in Chicago, wo ihm die IEEE-Computer Society mit einer Medaille als Erfinder des ersten. programmierbaren Computers ehrte.) Hier im Video spricht H. Gumin über K. Zuse u. a. als schlechten Organisator. K. Zuse stieg bereits1967 als Chef aus. 1969 übernahm die SIEMENS AG unter dem Vorstand H. Gumin die Zuse KG und löschte sie kurz danach 1971 aus! Siehe Video der Zuse-Stiftung. Wollte H. Gumin die erfolgreiche Konkurrenz K. Zuse KG loswerden?!  War die spätere Übernahme der einst erfolgreichen Nixdorf AG durch die SIEMENS AG zur SIEMENS-Nixdorf Informationssysteme (SNI)  in 1990 unter Einfluss von H. Gumin (?) und ihre Veräußerung in 1999 evtl. aus Wettbewerbsgründen erfolgt? Beide übernommenen Firmen konnten m. W. nicht ihr Entwickler-Personal einbringen! Im Anschluss daran 1999 fusionierte Fujitsu mit Siemens (u.a. mit seinen mobilen Computern!)  zur Fujitsu-Siemens Computer GmbH (FSC) bis Fujitsu 2009 diese Fusion kündigte, so dass mit SIEMENS Europa endgültig seine computer-geprägte Informationstechnik gänzlich verlor!

1962- 1964

Arbeit an meiner Dissertation (in meiner Freizeit)

Diesen Prozessrechner 300 P wollte ich unverzüglich zur Analyse des hohen Ausschusses bei der Transistor-Fertigung im nahen SIEMENS-Werk in München einsetzen.

U. a. hatte ich bereits Programme zur Regressionsanalyse angefertigt. Mir fehlte noch ein Prozess-Simulator. Einen Analogrechner gab es in Karlsruhe, aber nicht in München. So musste ich ihn mir selbst bauen. Mein direkter Vorgesetzter Dr. G.. lehnte mein Projekt mit Bedauern ab, da beim Scheitern dieses Projekts seine Karriere ruiniert sein würde. Persönliche Karriere geht vor gemeinschaftliches Firmen-Interesse! Er schien mir für höhere „Weihen“ auserwählt zu sein und „schnupperte“ nun in verschiedene Bereiche kurz rein. Er wurde kurz danach zum Leiter der SIEMENS- Bahntechnik und von dort zum Vorstandsvorsitzenden der Tochterfirma DeTeWe ernannt. U. a. saß er im Aufsichtsrat des Konzerns Rheinmetall! Mir wurde nun klar, dass ich hier keine Chance des Fortkommens habe. So wurde die Dr. Arbeit zum Sprungbrett weg von SIEMENS!

Aus Geringschätzung meines Entwurfs der geplanten Dr. Arbeit und daher gegen den Willen der oberen SIEMENS- Leitung wie auch meines damaligen Abt. Leiters, Prof. Dr. H. Gumin, begann ich diese Dr. Arbeit außerhalb meiner Dienstzeit. Mein Gruppenleiter erklärte mir im Beisein des Abt. Leiters, ich sei ein „Dünnbrettbohrer“, nachdem er vorher zugab, von Software nichts zu verstehen.

H. Gumin stieg dann 1968 auf in den Vorstand für die gesamte Computer- und Informationstechnik des SIEMENS-Weltkonzerns, für 20 Jahre verantwortlich, hatte viele andere hohe Ämter im Konzern langjährig inne und war verantwortlich für den schrittweisen totalen Niedergang dieses gesamten traditionsreichen wichtigen informationstechnischen Bereichs endgültig in 2009. SIEMENS hatte nach 1965 nur noch Computer vieler internationaler Firmen in Lizenz vertrieben. So wurde für die Olympiade 1972 in München das Informationssystem GOLEM auf dem Computersystem SIEMENS 4004 eingesetzt, das aber das in Lizenz vertriebene SPECTRA 70 – Computersystem der US-Firma RCA war (Wikipedia).

Dieses Computersystem SIEMENS 4004 wurde auch in die DDR exportiert, u.a. an das Ministerium für Staatssicherheit MfS (Mielke) – siehe hier oder hier.

Die Übernahme der bislang erfolgreichen Fa. Nixdorf AG in 1990 endete in 1999 mit dem Ende der gesamten Fa. Siemens-Nixdorf AG. Ebenso erging es der fachlich geschätzten Firma Zuse mit ihren Halbleiter-Computern! Die nachfolgende enge Kooperation mit der japanischen Fa. Fujitsu (Fujitsu- SIEMENS) endete ebenfalls nach 10 Jahren in 2009 mit ihrer endgültigen Auflösung. Umgehend begannen daraufhin der vollständige Abriss und die Einebnung des SIEMENS- Entwicklungszentrums Zentrallaboratorium (ZL) in München-Sendling, das nach Kriegsende 1945 mühsam aufgebaut worden war und wertvolle Arbeitsplätze für bis zu ca. 30 000 Mitarbeiter bot! Die Presse wie die lokale sonst kritische SZ hatte nur ein Achselzucken übrig – siehe hier.

Aus meinen kürzlich erfolgten Recherchen und meinen früheren persönlichen Erlebnissen während meiner Dienstzeit bei SIEMENS unter H. Gumin als Abt. Leiter schließe ich heute: H. Gumin kann nie maßgebend an der Entwicklung des ersten Siemens Computers 2002, Hardware wie Software, mitgewirkt haben, wie wir Mitarbeiter falsch dachten. Er hat auch nicht die weitreichende Bedeutung der Digitalisierung verstanden, obwohl er für diese Bereiche im SIEMENS-Konzern verantwortlich war. Im menschlichen Umgang überspielte er seine mangelnde Kompetenz durch Arroganz, wie ich sie nach 9 Jahren 1974 bei meiner Rückkehr aus den USA abermals erfahren habe. Er kam als Präsident der GI im Juni 1974 zur 1. Prozess-DV-Tagung nach Karlsruhe, die mein Kollege Prof. G. Krüger hier ins Leben gerufen hatte, um sie zu eröffnen. Ich hatte zwei bedeutende Kollegen namhafter US-Universitäten als Festredner eingeladen, die Gumin nicht ansprach. Er stellte mir keine einzige Frage zu meiner Arbeit in den USA und zum Befinden meiner sterbend kranken Frau. Er verhielt sich mir gegenüber nur abfällig und peinlich im Beisein von G. Krüger. Man bedenke: H. Gumin hat für 7 Jahre die SIEMENS-Führungsakademie und für 24 Jahre als Vorstandsvorsitzender die Carl-Friedrich von Siemens-Stiftung geleitet, deren Geschäftsführer wie der Publizist Dr. Armin Mohler ideologisch betont der konservativ-nationalen Deutschen Rechten des Staatsrechtlers Carl Schmitt nahestanden. Dieser ideologische Geist unterstützt auch den Anti-Amerikanismus auf oberer Führungsebene von SIEMENS, den ich selbst zu spüren bekam u. a. als ich 1957 zum einjährigen Studium der Computermethodik. Ohne Kosten für SIEMENS, mit einem angesehenen DAAD – und Fulbright-Stipendium an der berühmten US Hochschule MIT, bei SIEMENS kündigen musste gegen meinen Wunsch der Beurlaubung. H. Gumin hat überhaupt keine Veröffentlichungen hinterlassen (lt. Prof. H. Meier, Geschäftsführer der C. F. v. Siemens Stiftung: es gibt keine!). Es gibt auch keine Begründung für seine Ehrung 2010, zwei Jahre nach seinem Tod, durch die Carl-Friedrich von Siemens-Stiftung als Namensträger der Heinz Gumin Stiftung, die den höchsten deutschen Mathematiker-Preis von 50 000 € vergibt!


SIEMENS lehnt zwar verächtlich den amerikanischen Arbeits- und Organisationsgeist im eigenen Haus ab, aber übernimmt skrupellos dessen erfolgreiche Produkte wie das RCA-Spectra 70-Computersystrm sofort nach Ende seiner gescheiterten eigenen Entwicklung!

1965
Promotion an der Technischen Hochschule (TH) München mit dem weltweit ersten

„Digitalen Programmsystem zur Simulation der Dynamik allgemeiner Regelsysteme (für Ingenieure) auf dem Digitalrechner SIEMENS 2002“

1. Gutachter: Prof. Dr. L. Merz, Leiter des Instituts für Mess- und Regelungstechnik (früher Direktor des SIEMENS Werks Karlsruhe) vergab Note ausgezeichnet.

2. Gutachter: Prof. Dr. F. L. Bauer, Leiter des Instituts für Informatik vergab Note sehr gut (wegen Fehlens des für die Praxis unwichtigen Zusammenhangs von einem Theorem der Informationstheorie mit dem von mir angewandten Verfahren der numerischen Mathematik. Diesen Zusammenhang bewies ich kurz danach in einer fachlichen Veröffentlichung). Diese Dr. Arbeit veröffentlichte ich in drei Beiträgen in der Fachzeitschrift Regelungstechnik des Oldenbourg Verlags, 1965:

Mit diesem weltweit ersten Digitalen Programmsystem zur Simulation dynamischer Systeme wurden nun teure Analogrechner überflüssig und Entwicklungs-Ingenieure konnten Simulationen auf gängigen igitalen Computern nun leicht selbst durchführen und computer-unterstützt analysieren. Durch diese Digitalisierung ist es heute möglich, auch, örtlich verteilte Simulationen und Analysen der Ergebnisse durchzuführen! Heute mit wesentlich schnelleren Prozessoren gibt es nur digitale Simulationssysteme; der Analogrechner ist ausgestorben. Keiner meiner Vorgesetzten gratulierte mir zum erfolgreichen Abschluss meiner Dr. Arbeit in nur 2 Jahren neben meiner Dienstzeit!

Bereits 1965 stellte SIEMENS seine gesamte Computer-Entwicklung für Kommerzielle Anwendungen gänzlich ein und verlagerte die Weiterentwicklung des Prozessrechners nach Erlangen (ehemals SIEMENS & Schuckert AG)!

Meine Kündigung bei der SIEMENS AG erfolgte 1965, nachdem meine Dr. Arbeit ein ganzes Jahr in der TH München bei den beiden Fakultäten Maschinenbau und Informatik kursiert waren.

1965-1967
Entwicklungsingenieur im technischen Stab des Direktors des Computation Laboratory, Dr. H. Hoelzer im NASA-Marshall Space Flight Center (MSFC) (unter Direktor Dr. Wernher von Braun), Huntsville, AL, USA .

Arbeiten zur Übertragung meiner Dr. Arbeit auf meinen Entwurf des mächtigeren Digitalen Simulationssystems Marshall System for Simulation of Aerospace Systems MARSYAS auf dem Großrechner UNIVAC 1108 (mit FORTRAN 5) für den Einsatz in der Entwicklung von Raumfahrtsystemen.
Entwicklung einer rekursiven Formel zur weiteren Beschleunigung des Rechenverfahrens für die dynamische Simulation (im ACM-Journal veröffentlicht.)

1967-1974

Abteilungsleiter der „Systems Analysis Branch“ im Computation Laboratory zuständig für die Entwicklung und den Betrieb von Prozessrechner-Systemen zur Prüfung, Analyse und Simulation von Raumfahrtsystemen im Rahmen der damals neuen NASA-Programme für Space Shuttle und Large Telescope nach der Mondlandung (Programm APOLLO).

Verantwortlich für die Implementierung und Erweiterung von MARSYAS durch ein hervorragendes industrielles Team mit 2 jüdischen Informatikern unter dem Leiter indischer Abstammung Nallur Prasad in New York sowie verantwortlich für seinen Einsatz. Abends führte mich Nallur in das New Yorker Theaterleben ein. So lernte ich den Autor Harold Pinter kennen, der später den Nobelpreis für Literatur erhielt. Im Gegensatz zum damals gängigen Analogrechner kann der Entwicklungs-Ingenieur nun ohne Kenntnis der Mathematik, Programmierung und des Simulationsablaufs das digitale Programmsystem MARSYAS selbst einsetzen und seine Ergebnisse mit Analysefunktionen schnell auswerten (heute über das Internet auch örtlich verteilt!) (siehe Aussage der NASA)!

Durch viele Veröffentlichungen und Vorträge in der IEEE-Computer Society wurde ich in der Fachwelt der USA bekannt.

Für die ständige Ausbildung der Raketenstart-Mannschaft zur Beherrschung kritischer Situationen war ich zusammen mit mehreren externen Teilnehmern maßgebend beteiligt an der Entwicklung des umfangreichen Marshall Real-Time Simulator for Launch Computer Checkout MARDIG auf einem SDS 930 – Computer des NASA Launch Operations Center am Cape Canaveral, Florida.

1974 kündigte ich bei der NASA, um nach Deutschland zurückzukehren, wie ich es mit meiner Frau Lotti vereinbart hatte, u. a. damit sie noch einige Jahre ihre ersehnte Zahnarztpraxis aufbauen und selbständig bis zuletzt führen konnte. Sie hatte ihr musikalisches Talent in den USA genutzt, um Kindern, auch unseren beiden eigenen, im frühen Alter über die Schulwerke von Orff, Bartok, Kodaly und Suzuki die Grundlagen der Musik praktisch zu lehren. Zwei Mädchen führte sie durch diese frühkindliche musikalische Schulung zur Karriere als international angesehene professionelle Violinistinnen. Im Februar 1986 starb sie mit 53 Jahren nach längerem Aufenthalt im Städtischen Klinikum Karlsruhe an der unheilbaren Sklerodermie, die sie ohne Klagen in 28 leidvollen Jahren würdevoll ertragen hatte.

1974-1976

1973 beschlossen die Regierungen von Frankreich und Deutschland (unter SPD-Kanzler H. Schmidt) gegen den erpresserischen Druck der OPEC (1. Energiekrise), die Kernenergie massiv durch die Industrie auszubauen und folglich die gesteigerten nuklearen Abfallmengen in Wiederaufarbeitungsanlagen entsprechend der Höhe ihrer Radioaktivität zu trennen und zu lagern. Gleichzeitig versuchte die deutsche Regierung mit dem 3. DV-Förderprogramm die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. (Bis heute ist in Europa und in den USA kein Mensch durch die Radioaktivität einer kerntechnischen Anlage umgekommen, im Gegensatz zu weltweit jährlich ca. 1 Million Toten durch Auto-Unfälle!). In dieser Zeit des Aufbruchs wurde ich von der NASA weg aus den USA zur Leitung des Instituts für Datenverarbeitung in der Technik IDT II (für Prozess-DV- Projekte) im Kernforschungszentrum Karlsruhe (KFK) berufen, neben dem Gründer des IDT I (für Methodik der Prozess-DV) und Mitbegründer der damals deutschlandweit größten Informatik-Fakultät der TU Karlsruhe, Prof. Dr. Gerhard Krüger unter einem neuen jüngeren und größeren KFK-Vorstand zu arbeiten.
Schwieriger Aufbau des IDT II, da vorwiegend theoretisch ausgebildete Informatik-Absolventen der Uni und nur wenige Ingenieure mit Industrie-Erfahrung eingestellt werden konnten. Außerdem meinten viele Bewerber, sie könnten nicht mit einer Projektarbeit promovieren. Das änderte sich bald durch meine Vorlesung Einsatzplanung von Prozess-DV-Systemen und durch die Unterstützung meiner Uni-kollegen, was dann zu dem gemeinsam verfassten Fachbuch Systemanalyse-DV-Eisatzplanung im Springer Verlag, Heidelberg führte. Die Dr.-Titel nach Abschluss einer Promotion änderten sich schnell vom Dr. rer. nat. zum Dr.-Ing..

1976 Übernahme der Leitung des gesamten IDT, da sich Prof. G. Krüger aus dem IDT I zurückzog und sich auf den Ausbau seines Uni-Instituts und der Fakultät Informatik konzentrierte.
Die F&E des IDT innerhalb der Kerntechnik war auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit kerntechnischer Anlagen sowie auf den Nachweis ausgerichtet, dass kein Nuklearmaterial während der langen Verarbeitungsprozesse und des Betriebs unerlaubt abgezweigt wird.

1976 – 1996
Leiter des Instituts für Angewandte Informatik (IAI) im Forschungszentrum Karlsruhe FZK mit Anwendungen der Computer-, Software- und Systemtechnik für Kern-, Umwelt-, Handhabungs-, Mikrosystem- und Medizintechnik.

Da unsere F&E sich nach den Vorgaben der Bundespolitik ausrichten musste, war es meinem Geschick überlassen, dass wir die wechselnden F&E-Schwerpunkte möglichst effizient und für die Mitarbeiter verträglich bearbeiten konnten.
Zur Sicherstellung, dass kein nukleares Material vom Import des Urans aus Kanada im langen Bearbeitungsprozess bis zum radioaktiv verschiedenartigen Abfall der abgebrannten Brennstäbe kein Material unkontrolliert abgezweigt werden durfte, befassten wir uns mit den Daten der verschiedenen Stoffströme. Daraus ergaben sich schon früh ähnliche Analysen der Stoffströme in allgemein industriell verseuchten Böden. Eine übersichtliche Betrachtung dazu steht in der Zeitschrift Informationstechnik, Heft 11/1987.
So hatten wir elektronische Fernhantierungssysteme zur Fernwartung und Reparatur kerntechnischer Anlagen in radioaktiver Umgebung entwickelt und haben diese Technik später umgesetzt in die winzige Mikrosystemtechnik für die minimal-invasive Chirurgie. Mit dem Aufbau des Pilotsystems ARTEMIS wurde zusammen mit der Uni Tübingen die neuartige Minimal Invasive Chirurgie erprobt. Mit der Übernahme von DV-Personal aus einem kerntechnischen Institut (1992) und von Mathematikern aus dem Systemanalyse-Institut (1977) vergrößerte sich das IDT zum Institut für Angewandte Informatik (IAI). Während meiner 22-jährigen Tätigkeit im FZK (KfK) veröffentlichte ich ca. 100 Publikationen zu fachlichen und gesellschaftsrelevanten Themen sowie zwei Bücher und führte mehrere Promotionen auch mit anderen TUs durch. Neben dem Buch über Einsatzplanung von DV-Anlagen im Springer Verlag 1983 in Gemeinschaft mit Uni-Kollegen schrieb ich das Buch Software-Qualitätssicherung innerhalb des Handbuchs der Informatik des Oldenbourg Verlags, angeregt durch meine Erfahrungen in der Raumfahrt der NASA und in der Kerntechnik.

 

1977
Ruf
auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Angewandte Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg, den ich nach gründlicher Überlegung ablehnte.
Kurz darauf wurde mir die Honorarprofessur der Fakultät Informatik der TU Karlsruhe verliehen.

1979
Meine Wiederberufung stand entsprechend meinem 5-jährigen KfK-Arbeitsvertrag als Institutsleiter an.

Im Zuge der Gründung der Grünen-Partei im Jan. 1980 in Karlsruhe mit der Ablehnung der Kernenergie wollten einige politisch den Grünen nahestehende Mitarbeiter keine kerntechnischen Projektarbeiten mehr durchführen, sondern freie wissenschaftliche Forschungsarbeiten wie an der Uni. Das kam dem Vorstand des KfK, der mich nicht eingestellt hatte, recht, da er meinte, die DV-Technologie könne man ohne eigene F&E kaufen. Er wollte mich in die USA zurückschicken Den gesamten Vorstand konnte ich dann aber von meiner klaren Verfolgung der im Arbeitsvertrag beschriebenen Ziele überzeugen; daraufhin wurde mein Vertrag auf Dauer verlängert. Auch die rebellierenden Mitarbeiter waren dann auf Dauer von ihrer Mitarbeit überzeugt. Allerdings wurden auch die von uns zu bearbeitenden F&E-Themen durch die Bundespolitik von der Kernenergie weggeleitet.

Ohne die lobenswerten erfolgreichen Führungsanstrengungen der vier (promovierten) Abt. Leiter, ohne die hervorragenden Leistungen der kooperierenden Mitarbeiter und ohne meine loyale und kluge Sekretärin mit Gemeinsinn wären der positive Gemeinschaftsgeist und die Erfolge des Instituts nicht erreicht worden.

1984
Leitung zusammen mit Dr. A. Jaeschke (Abt. Leiter) der Tagung Prozessrechner 1984, Prozessdatenverarbeitung im Wandel im Kernforschungszentrum Karlsruhe.
Ca. 600 Fachleute aus Europa nahmen teil. Die hochkarätige Podiumsdiskussion behandelte die von der Gewerkschaft geforderte Maschinensteuer als Ausgleich für die Automatisierung und den Einsatz von Robotern.

Ende Juni 1986 besuchte ich die 3-tägige ARS ELECTRONICA für Kunst, Technologie und Gesellschaft im Brucknerhaus in Linz, um mich als Vertreter der Technologie aus dem KfK für die lebhaften Diskussionen gegenüber der maßgebenden Kunstszene zur Gründung des ZKM rechtzeitig zu wappnen. Dieses Festival stand unter dem Motto Das Orbitale Zeitalter, zu dem der damalige Berater Prof. P. Weibel ein Symposion leitete, an dem ich unter insgesamt nur ca. 10 Zuhörern teilnahm. Der Tenor dieses Symposions war in betont politisch links-orientierter Weise gerichtet gegen die Politik des US-Präsidenten Reagan, der die Raketenabwehr aus dem Weltall massiv forcierte. Weibel forderte daher, dass die Kunst die Technologen politisch eingrenzen muss. Ich widersprach, da ich strikt gegen die politische Einflussnahme der Kunst bin, die ohne entsprechenden Sachverstand und gegen demokratisch gewählte Gremien eingestellt ist.

Ab 1992
Unterstützung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM) durch das IAI/FZK
In meiner Kooperation mit dem Leiter des Instituts für Bildmedien des ZKM, Jeffrey Shaw, der das Konzept vorgab, entwickelte und realisierte das IAI des KfK durch Dr. Ralf Gruber, den Prof. Dr. Wittenburg, TU Karlsruhe und ich 1992 promoviert hatten, das Extended Virtual Environment EVE. Das IAI zeigte auch eine Erweiterung von EVE mit der Telepräsenz und andere innovative Projekte, die vom Wissenschaftsrat gelobt wurden, in den Multimedialen des ZKM 1-3 (1991-4) (kurz vor Fertigstellung der Sanierung der ehem. denkmalgeschützten Munitionsfabrik), die in der Öffentlichkeit großen Anklang fanden (Heinz Trauboth: Symbiose von Technik, Kunst und Natur).

Das ZKM vermietete EVE eigenhändig an das Museum Acciona Museo Interactivo de la Cienca, Madrid 1995 für einige Monate, ohne den wesentlichen innovativen Beitrag das IAI/KfK zu benennen.

Die folgenden beiden Bücher bekam ich erst 2021 antiquarisch in meine Hand:
In der 500-seitigen ZKM-Chronik, Die Anfänge der Zukunft, von Prof. R. Funck (FDP-Stadtrat), Dr. M. Heck (Kultur-Referent der Stadt Karlsruhe) und Prof. P. Weibel, Direktor des ZKM, erschienen im Wilhelm Fink Verlag, 2014, und auch in seinen Lebenserinnerungen Weitergegeben von ZKM-Gründungsrektor Prof. Dr. Heinrich Klotz, Dumont Verlag (248 S.) 1999, werden mit keinem Wort die wesentlichen innovativen Beiträge incl. erheblicher finanzieller Ausgaben für Personal und Geräte des Instituts für Angewandte Informatik (IAI) des Forschungszentrums Karlsruhe sowie die Beiträge meiner Kollegen der Informatik Fakultät an der TU Karlsruhe erwähnt! Das überaus engagierte Team des IAI/FZK, das das technisch komplexe, damals neuartige Virtual Reality (VR)-Projekt EVE entwickelt hatte, wird fälschlicherweise öffentlich als Personal des ZKM ausgegeben!

Ich sehe darin eine systematische Fälschung der tatsächlichen Leistungen durch das ZKM gegenüber seinem Vertragspartner IAI im FZK mit der Konsequenz des Vertrauens- und Kooperationsverlustes auf Dauer! Das Thema VR gab das ZKM auf, während der freischaffende Künstler Torsten Hemke, Weimar/Frankfurt a. M. von mir unterstützt sie mit neuester Technik weiterentwickelt hat u.und u.a. zum 1000 Jahr-Jubiläum des Wormser Doms 2019 erfolgreich präsentierte, was im Internet erlebt werden kann.

Ich bin erschüttert, wie der Freund H. Klotz mich hinterging. Ich fühle mich nun von ihm nur als Handlanger benutzt für seine persönlichen ehrgeizigen Interessen, was folgendes Erlebnis zeigt:

1993 kurz vor der Eröffnung 2. Multimediale des ZKM beschwerte sich Herr Klotz bei mir, dass die Hauptattraktion EVE vom KfK/IAI nicht rechtzeitig fertig sei zur Eröffnung mit der anmaßenden Behauptung, dass unsere Technologie nichts tauge. Als Kunst-Theoretiker konnte H. Klotz gar nicht die technische Komplexität der Verwirklichung der Idee von J. Shaw ermessen! Es brauchte das Wissen der Promotion von Dr. Gruber (Handsteuersystem für die Bewegungsführung), was Klotz einfach ignorierte! Siehe hierzu Video von EVE in Aktion. Diesen Hochmut auf höchster Ebene fand ich auch bei seinem Nachfolger und bei J. Shaw.

Ich versuchte, Klotz zu versichern, dass wir den in Japan bestellten speziellen Hohlachsen-Elektromotor (gegen Verwindung des durchgeführten Kabelstrangs) rechtzeitig erhalten werden. Mein Projektleiter Dr. Gruber konnte diesen Spezialmotor in Europa nicht bekommen. Meine IAI-Mitarbeiter hatten unter Hochdruck in der ehem. Opel-Werkstatt unter misslichen und gefährlichen Raumverhältnissen bis in die Nacht gearbeitet. Das kümmerte Herrn Klotz nicht, als er mit mir sprach. Er hatte kein Vertrauen mehr in mir! Plötzlich drehte er sich von mir weg und umarmte seine gerade erschienene erwachsene Tochter, ohne sie mir vorzustellen. Er ließ mich stehen, ging wortlos weg und sagte den Pressetermin ohne Absprache mit mir ab, obwohl das EVE bereits einwandfrei lief.

Tage später tat er so, als wäre nichts Befremdliches geschehen! Klotz hatte seine Maske vom Gesicht gehoben und sein wahres Gesicht gezeigt! Künstler sind meistens Einzelkämpfer, Techniker müssen mit anderen technischen Spezialisten respektvoll zusammenarbeiten!

Künstler betrachten die Techniker wie die Handwerker in der Antike – als ihre Sklaven!

Diese grundlegende Haltung der Künstler führte zur generellen Ablehnung jeglicher Kooperation der innovativen Technik mit der Kunst. Diese Situation zeigt sich ja auch in der Streichung der …technologie im Namen des ZKM in 2016, als aus der Forschungseinrichtung ZKM ohne öffentliche Diskussion ein Medienmuseum wurde. Bereits in früheren Jahren waren das von Herrn Weibel gegründete wissenschaftliche Kompetenz-Zentrum im ZKM und die beiden Forschungsinstitute für Bildmedien und für Musik und Akustik stillschweigend aufgegeben worden.

Mehrfach betonte das ZKM seine hohe Bekanntheit in der internationalen Kunstwelt. Zum 25-Jahresjubiläum des ZKM in 2015 begründete der ZKM-Direktor P. Weibel vehement dies in seinem Festvortrag: Die international angesehene Zeitung New York Times empfahl zu Weihnachten seinen Lesern den Katalog des ZKM neben anderen Präsenten! Das ist doch keine seriöse Begründung des internationalen Ansehens des ZKM in der Welt! Als ich einen teilnehmenden angesehenen Kollegen (geehrt mit dem Bundesverdienstkreuz) darauf ansprach, zeigte er nur sein Desinteresse an Weibels Aussage. Anstelle von Religion ist heute die Kunst als individuelle verschwommene Lebensausrichtung getreten, über die man nicht offen reden will.

1992
Gründungsmitglied des ZKM-Fördervereins

1994
Gründung der unselbständigen gemeinnützigen Prof. Dr. Heinz Trauboth Stiftung „Kunst und Technik“ (KuT) im Fränkischen Hof, Weingarten u. a. zur Unterstützung des ZKM.
Stiftungsnehmer: Forschungszentrum Karlsruhe FZK
Motto: Kunst soll hier physikalisch/technische Phänomene zur Gestaltung nutzen und Physik soll anhand
künstlerischer und spielerischer Objekte sinnlich erlebt und verstanden werden.

1996 Ende meiner beruflichen Tätigkeit im Forschungszentrum FZK
(im Alter von 65 Jahren)

18.10.1997 Feierliche Eröffnung des ZKM mit Spitzenpublikum der Politik und Kultur unter dem Ministerpräsidenten von B.-W. Lothar Späth. Umrahmung mit neuartiger kompositorischer Raummusik bei einzigartiger technischer Anordnung der Künstlerin Sabine Schäfer, was H. Klotz und sie als Person in seinen Lebenserinnerungen ignoriert. Warum?

1999 Tod von Prof. Dr. Heinrich Klotz, Gründungsrektor des ZKM und der HfG

1994 bis 2010 Stiftung „Kunst und Technik“ (KuT) im Fränkischen Hof, Weigarten/Baden
unter FZK
mit vielen Veranstaltungen von Künstlern im Fränkischen Hof
2011
Übertragung der Stiftung KuT auf das KIT ins
Kultusministerium B.W. in Stuttgart ohne mein Wissen und meine Zustimmung!
2012 Übertragung auf das KuT unter die Bürgerstiftung Weingarten/Baden, (BW)
2018 unbegründete unrechtmäßige Kündigung der Stiftung KuT durch den Vorstand der BW. Der Vorstand der Bürgerstiftung führte kein einziges Gespräch mit mir und ignorierte alle meine Einladungen zur Präsentation der Werke der Stiftung KuT! Er zeigte sich auch als inkompetent und verhielt sich mir gegenüber wie ein Vorgesetzter. So forderte er nun unbegründet von mir formale Genehmigungen meiner Aktivitäten gegenüber voriger 20-jähriger reibungsloser Praxis. Dieser Vorstand bedrängte mich, seinen neuen Treuhandvertrag zu unterzeichnen, was auch der Bürgermeister (BM) unterstützte, was ich aber als unrechtsmäßig ständig ablehnte. Der BM erklärte mir nie seinen Standpunkt, während er 6 Sitzungen hinter meinem Rücken abhielt, von denen ich erst erfuhr, nachdem sein Anwalt ihm gekündigt hatte. Ich kenne bis heute nicht seine Absicht!

2018- 2019 nahm ich daraufhin Verhandlungen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) auf zur Übernahme des Anwesens Fränkischer Hof für ihr Jugendbauhütten-Projekt. Da die DSD das Anwesen aber nicht nutzen sondern verkaufen wollte, wie sich spät herausstellte, kontaktierte ich Ende 2019 das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) Heidelberg, das sich spontan an der Nutzung des Fränkischen Hofs und der Stiftung KuT sehr interessiert zeigte. Meine Ehefrau stürzte 2 Tage vor Sylvester 2019 unglücklich und verstarb qualvoll im Februar 2020 im Krankenhaus, Laut Testament vermachte sie versehentlich ihren Erbanteil der DSD, was beinahe meine Testamentsanfechtung ausgelöst hätte.

2020 erfolgten langwierige zähe Verhandlungen zwischen dem DAI (gemeinsam mit mir) und der DSD, die zur rechtskräftigen gütlichen Übergabe des Fränkischer Hofs und der Stiftung KuT an das DAI im Feb. 2021 führten.

Neben meiner beruflichen Tätigkeit
1979-1984
Sanierung des denkmal-geschützten „Fränkischen Hofs“, 76356 Weingarten (Baden) in Ortsmitte durch Jugendliche, vielseitige sizilianische Arbeiter, lokale Handwerker und viel Eigenarbeit ohne ernsthaften Streit, obwohl der mir vom Leiter des Denkmalschutzamts Karlsruhe empfohlene Architekt ein Dreivierteljahr nach Sanierungsbeginn fristlos kündigte und ich keinen Nachfolger fand. Die Kosten waren dramatisch gestiegen wegen mangelhafter Planung und Organisation des Architekten (sanierung 79-81pur).

Hier eine kleine Dokumentation der Sanierungsarbeiten.

1981 Einzug ins Haupthaus mit 2 Wohnungen
1984 Ende der kompletten Sanierung der 3 Nebengebäude, des Hofs und des Gartens